8 Windkraft Mythen

Die Windkraft Mythen sind von der Bundesinitiative VERNUFTKRAFT

STOP FALSCH

Mythos 1

Wind­kraft ist sau­ber – sie nutzt der Um­welt und spe­zi­ell dem Klima.

 

Fakt > Wind­in­dus­trie­an­la­gen sind, wie im Prin­zip alle In­dus­trie­an­la­gen, unter di­ver­sen As­pek­ten um­welt­schäd­lich. Ihre Pro­duk­ti­on ist en­er­gie- und ma­te­rial­in­ten­siv, sie ver­brau­chen Flä­chen, sie ver­dich­ten und ver­sie­geln Böden, sie ge­fähr­den und ver­drän­gen die Fauna. Dem Klima nüt­zen sie un­term Strich nicht.

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Mythos 2

Das Op­fern na­tür­li­cher Le­bens­räu­me und wert­vol­ler Kul­tur­land­schaf­ten für den Aus­bau der Wind­ener­gie ist un­ver­meid­li­che Not­wen­dig­keit.

 

Fakt > Der for­cier­te Aus­bau der Wind­ener­gie geht ein­zig und al­lein auf das Er­neu­er­ba­ren En­er­gi­en Ge­setz (EEG), also ver­deck­te Sub­ven­tio­nen, zu­rück. An­la­gen­be­trei­ber er­hal­ten fest de­fi­nier­te Ver­gü­tun­gen, die von der All­ge­mein­heit be­zahlt wer­den. Kein pri­va­tes Un­ter­neh­men würde sich sonst auf diese In­ves­ti­tio­nen ein­las­sen. Be­son­ders gro­tesk: die Ver­gü­tungs­sät­ze sind dort be­son­ders hoch, wo die Stand­ort­be­din­gun­gen be­son­ders schlecht sind. Je we­ni­ger Wind, desto höher die Sub­ven­ti­on. Das EEG för­dert kras­se Miss­wirt­schaft. Die Fehl­an­rei­ze be­för­dern Land­schafts­zer­stö­rung und ver­nich­ten volks­wirt­schaft­li­che Werte.

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Mythos 3

Wind­kraft und Pho­to­vol­ta­ik kön­nen kurz- bis mit­tel­fris­tig Atom und Kohle er­set­zen. Ihr mög­lichst schnel­ler Aus­bau muss daher obers­te Prio­ri­tät haben.

 

Fakt > Pho­to­vol­ta­ik und Wind­in­dus­trie sind, ab­ge­se­hen von we­ni­gen be­son­ders be­vor­zug­ten Lagen, in Deutsch­land ein rei­nes po­li­ti­sches Pla­ce­bo – al­ler­dings ohne nen­nens­wer­ten Ef­fekt, dafür mit star­ken ne­ga­ti­ven Ne­ben­wir­kun­gen.

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Mythos 4

Wind­in­dus­trie nützt der re­gio­na­len Wirt­schaft und schafft Ar­beits­plät­ze.

 

Fakt > Die Pro­fi­te aus der sub­ven­ti­ons­ge­stütz­ten Pro­duk­ti­on gehen an die Grund­be­sit­zer und die Be­trei­ber­fir­men. So­fern Kom­mu­nen an Wind‐„Parks“ par­ti­zi­pie­ren, nutzt das zwar dem Ge­mein­de­sä­ckel, geht aber zu Las­ten all derer, die EEG‐Um­la­ge zah­len müs­sen – auch den Bür­gern und Un­ter­neh­mern vor Ort. Da­ge­gen wer­den an­de­re Wirt­schafts­zwei­ge, ins­be­son­de­re der Tou­ris­mus, di­rekt ge­schä­digt. Nach­hal­ti­ge Be­schäf­ti­gung ist mit sub­ven­ti­ons­ge­stütz­ter Pro­duk­ti­on nicht zu schaf­fen.

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Mythos 5

Re­gio­na­le En­er­gie­aut­ar­kie ist er­stre­bens­wert und öko­lo­gisch.

 

Fakt > Aut­ar­kie­stre­ben ist das his­to­risch er­folg­reichs­te Ver­ar­mungs­pro­gramm – man bli­cke nach Nord­ko­rea. In der En­er­gie­pro­duk­ti­on aut­ark wer­den zu wol­len, ist schlicht ab­surd. Um­welt­freund­li­che En­er­gie­er­zeu­gungs­struk­tu­ren las­sen sich nur im eu­ro­päi­schen Ver­bund er­rei­chen: Er­neu­er­ba­re En­er­gi­en müs­sen dort ge­nutzt wer­den, wo sie re­la­tiv reich­lich vor­han­den sind – und mit den Tech­no­lo­gi­en, die dafür am bes­ten ge­eig­net sind. Das kann nur der Wett­be­werb si­cher­stel­len. Des­we­gen brau­chen wir end­lich einen wirk­li­chen eu­ro­päi­schen Bin­nen­markt für En­er­gie. Denn das Grund­prin­zip wirt­schaft­li­chen Wohl­stands heißt „Han­del und Spe­zia­li­sie­rung“. Es soll­te nicht ab­ge­schafft, son­dern stär­ker ge­nutzt wer­den. Im Üb­ri­gen haben Stadt­wer­ke und Kom­mu­nen in der En­er­gie­pro­duk­ti­on ge­gen­über pri­va­ten Un­ter­neh­men keine Kom­pe­tenz­vor­sprün­ge.

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Mythos 6

Die „Atom­ka­ta­stro­phe“ von Fu­kus­hi­ma ge­bie­tet dras­ti­sche und schnel­le Maß­nah­men. Wer sich kri­tisch zur „En­er­gie­wen­de“ äu­ßert, ist Zy­ni­ker oder Ewig­gest­ri­ger.

 

Fakt > Bei aller Dra­ma­tik und mensch­li­chen Tra­gö­die im Zu­sam­men­hang mit Fu­kus­hi­ma – die Er­eig­nis­se ent­bin­den uns nicht von der Pflicht zum kri­tisch-ra­tio­na­len Den­ken. Kern­kraft mag keine lang­fris­tig trag­fä­hi­ge Lö­sung sein. Aber „die“ Lö­sung schlecht­hin gibt es noch nicht – Wind­ener­gie, PV und Bio­mas­se sind bis­lang nur Schein­lö­sun­gen. Die ex­tre­me För­de­rung die­ser Schein­lö­sun­gen ab­sor­biert die Res­sour­cen, die an an­de­rer Stel­le drin­gend be­nö­tigt wer­den: in der En­er­gie­for­schung. Gleich­zei­tig kap­selt sich Deutsch­land en­er­gie­po­li­tisch von den eu­ro­päi­schen Nach­barn ab – ob­wohl die im­men­se Her­aus­for­de­rung des öko­lo­gi­schen Um­baus der En­er­gie­ver­sor­gung nur eu­ro­pä­isch ge­stemmt wer­den kann.

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Mythos 7

Er­neu­er­ba­re En­er­gi­en sind zu­kunfts­wei­send, ihre För­de­rung nutzt der deut­schen Volks­wirt­schaft. Die heu­ti­gen Sub­ven­tio­nen sind die Grund­la­ge zu­künf­ti­ger Wett­be­werbs­vor­tei­le.

 

Fakt > Die für un­se­ren Wohl­stand re­le­van­ten Un­ter­neh­men und Wirt­schafts­zwei­ge kom­men sämt­lich ohne För­de­rung aus. Der These von zu­künf­ti­gen Wett­be­werbs­vor­tei­len durch Sub­ven­tio­nie­rung liegt die Un­ter­stel­lung zu­grun­de, dass an­de­re Län­der un­se­rem ver­meint­lich guten Bei­spiel fol­gen. Dabei ist die Grund­idee, dass am deut­schen Wesen die Welt ge­ne­sen möge, mehr als über­holt.

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Mythos 8

Der Mensch ist durch gel­ten­de Ge­set­ze vor allen Ge­fah­ren hin­rei­chend ge­schützt. Durch Wind­kraft­an­la­gen droht keine Be­ein­träch­ti­gung der mensch­li­chen Ge­sund­heit.

 

Fakt > Die Aus­wir­kun­gen der Wind­kraft­in­dus­trie auf den Men­schen sind bis­lang un­zu­rei­chend me­di­zi­nisch er­forscht. Eine bis­lang oft­mals ba­ga­tel­li­sier­te Ge­fahr geht vom so­ge­nann­tem In­fra­schall aus. Ein­schlä­gi­ge ge­setz­li­che Vor­schrif­ten va­ri­ie­ren be­trächt­lich zwi­schen den ein­zel­nen Bun­des­län­dern; der Schutz der mensch­li­chen Ge­sund­heit wird somit un­ter­schied­lich ernst ge­nom­men. Be­ste­hen­de Schall­schutz- und Ab­stands­re­geln sind nicht auf der Höhe der Zeit. Die op­ti­sche Be­drän­gung wird in ge­gen­wär­ti­gen Pla­nun­gen nicht ad­äquat be­rück­sich­tigt.

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